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Tasting Notes: Wolfburn 128

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Die Brennerei Wolfburn in den nördlichen Highlands wurde erst 2013 (wieder-)gegründet, und dementsprechend jung ist der Whisky noch. Mit geschicktem Fass-Management und klug ausgewählter Feinabstimmung bei der Herstellung hat die Brennerei schon jetzt einige sehr schöne Abfüllungen auf den Markt gebracht. Im Sommer erschien die limitierte Auflage von "Wolfburn 128". 



Gereift wurde der Wolfburn 128 in kleineren, first-fill Ex-Bourbon-Fässern mit einem Volumen von ca. 100 Litern, die mit leicht getorftem New Make (10 ppm) befüllt wurden. Auflagenstärke: 6.000 Flaschen.



Meine Tasting-Notes:

WOLFBURN No. 128 Small Batch Release, 46%

Aroma:

Dezent-angenehme Vanille- und Karamell-Noten mischen sich mit den Aromen von salziger See-Luft und gebackenem Apfel sowie Anklängen von Orangen, wodurch der Whisky eine schöne Komplexität erhält, die in Anbetracht des Alters doch überrascht. Die Rauchnoten sind sehr verhalten und kaum wahrnehmbar.

Geschmack:

leicht ölig, noch etwas rauh und ungest…

Rye-Whisky aus dem Portweinfass

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Whisky aus dem Portweinfass hat eine ganz spezielle Aromatik und gehört zu meinen persönlichen Favoriten. Egal, ob das jetzt ein Talisker, ein Kilchoman oder ein Glenmorangie ist - eine Nachreifung im Portweinfass finde ich (fast) immer toll. Die österreichische Waldviertler Brennerei Haider bringt in diesem Herbst einen 5 Jahre alten Roggenmalz-Whisky mit 6monatigem Portweinfinish auf den Markt. In meinen Ohren ist sowas Musik, und deshalb will ich euch auch die Pressemitteilung nicht vorenthalten: 


Whisky aus dem Waldviertel

In der 1. Whiskydestill1erie Österreichs brennt Familie Haider seit 1995 edle Tropfen auf
weltweit höchstem Niveau - und ist mit ihrem Roggenwhisky Vorreiter internationaler
Whisky-Trends. (...)


Als Novum stellt die Destillerie im Herbst 2017 erstmals einen Roggenwhisky vor, der nicht nur –
wie in der Destillerie üblich – in heimischer Eiche gelagert wurde (ca. 5 Jahre), sondern
zusätzlich noch in gebrauchten Likörweinfässern (Portweinmethode) vom Weingut Christoph
Baue…

Whisky wie früher: ein Blick in alte Archive

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In den letzten Tagen wurde viel darüber geredet, ob nach der Wiedereröffnung der Brennereien Rosebank, Brora und Port Ellen der Whisky überhaupt noch so heißen dürfe, und dass er wohl kaum so werden wird wie früher. Doch was heißt eigentlich "Whisky wie früher?" Ein Blick in alte Zeitungsarchive hält so manche Überraschung bereit.




Wenn es um schottischen Whisky geht, wird immer viel über Traditionen geredet. So manche Brennerei kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Vor allem die Brennereien Brora, Port Ellen und Rosebank haben in den letzten Tagen wieder unsere Gemüter erregt. Sie sollen wieder neu eröffnet werden.

Doch kaum war die Nachricht verbreitet, machte sich auch schon Skepsis breit. Der zukünftige Whisky aus diesen Brennereien habe doch kaum etwas mit dem Whisky von früher zu tun, war das meist gehörte Argument.

Doch von welchem "früher" reden wir hier eigentlich? 80er Jahre? 60er Jahre? Oder noch früher? War Whisky "früher" durch alle Ze…

Scotch whisky and the good old days

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The recently revealed plans for the resurrection of Brora, Port Ellen and Rosebank Distilleries set tongueswagging, and there was plenty of criticism that the new spirit will hardly resemble the “good stuff” from “the good old days”. But what days are we actually referring to? The eighties? The sixties? Or even much earlier times? A quick glance at old archives has a few interesting surprises in store.
Talking about the “good old days” always makes me feel a bit uneasy.When people refer to the glorious days of the past, they are usually rather vage about what year or what period they actually are talking about.
Was Scottish whisky always better in the past, or were there ups and downs as well? To shed a bit of light to this question, I digged around the Britishnewspaperarchive.co.uk. It didn’t leave me much the wiser, but I discovered quite a few interesting details, which I would love to share with you:
In 1851, a good whisky is between 10 months and two years of age, as an advert fr…

Neues Leben für die Rosebank Distillery?

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Die Meldung hat uns alle überrascht: nach Brora und Port Ellen gibt es offensichtlich auch Pläne, die alte Rosebank Distillery in den schottischen Lowlands wiederzubeleben. Einfach wird das nicht werden, und auch nicht billig. Ian MacLeod Distillers, der neue Besitzer, will 10-12 Millionen in das Projekt investieren. Die sind auch dringend nötig, um die trostlosen  Reste der Rosebank Distillery wieder mit neuem Leben zu füllen.



Bei meinem letzten Besuch in Schottland bin ich auch zur ehemaligen Rosebank Distillery gefahren, und war erschrocken, wie desolat und trist dieser Teil der Stadt inzwischen geworden ist. Hier fühlt sich niemand wohl, weder die Einheimischen noch die Touristen, die alle an den Lowlands vorbei fahren, und zu den malerischen Brennereien in den Highlands eilen. Dabei hätte gerade Rosebank ein besseres Schicksal verdient.

Die ehemalige Rosebank Distillery liegt in den schottischen Lowlands am Forth-and-Clyde-Canal. Gegründet wurde sie offiziell 1840, doch hatte es …

Kaffee aus dem Waldviertler Whiskyfass

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Whisky im Kaffee kennen wir alle. Am liebsten mit Sahne obendrauf. Jasmin Haider von der Österreichischen Waldviertler Brennerei hat aber etwas ganz anderes im Sinn, wenn sie von Whisky und Kaffee spricht. Zusammen mit dem "Wiener Rösthaus" hat sie einen Kaffee entwickelt, der vor dem Rösten in einem Whiskyfass reifen durfte. Verrückte Idee? Also ich find's spannend und werde den Whisky-Kaffee bestimmt bei der nächsten Gelegenheit auch probieren. Aber lest selbst, die Infos findet ihr in der folgenden Pressemitteilung.



Wiener Rösthaus & Whiskydestillerie Haider
präsentieren den
1. Whiskykaffee Österreichs

Edler Spezialitätenkaffee aus Indien, veredelt mit einer RARE Selection-Abfüllung des Dark
Single Malt J.H. der Destillerie Haider und geröstet nach Wiener Tradition

Früher wurde Rohkaffee oft auch in alten Rum-, Whisky- oder Weinfässern transportiert.
Während der langen Reisen per Segelschiff, von den Ursprungsländern nach Europa, reifte
der Rohkaffee und nahm die Arom…

2020 geplanter Produktionsstart für Brora und Port Ellen Distillery

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Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht damit: Diageo verkündet auf seiner Webseite, dass die geschlossenen Brennereien Brora und Port Ellen wieder eröffnet werden sollen. 35 Millionen Pfund will der multinationale Konzern dazu investieren. 




Die Entscheidung sei teils aufgrund der hohen Nachfrage nach Whisky aus diesen Brennereien gefallen, teils aufgrund der hohen Wachstumsrate im Segment des schottischem Single Malt und der damit verbundenen Möglichkeit, eine neue Generation von Whisky-Konsumenten zu erreichen.

Port Ellen (Islay) und Brora (northern Highlands) sollen beide in "sorgfältig kontrollierten Mengen" produzieren, mit besonderer Aufmerksamkeit für die Details, und den Original-Character der alten Whiskys replizieren. Traditionelle Lagerhallen und Abfüllanlagen sollen auf dem Gelände bei beiden Brennereien angesiedelt werden.

Beide Brennereien sollen auch für Touristen offen stehen. Die jährliche Produktionsmenge soll 800,000 Liter betragen. Das Aroma-…