Montag, 29. September 2014

Die Wucht im Glas: Kilchoman European Road Tour

Etwa 5.500 Fässer lagern derzeit bei Kilchoman, der kleinsten Brennerei auf der schottischen Insel Islay. Sechs davon wurden anlässlich der Kilchoman European Road Tour für eine streng limitierte Sonder-Edition ausgewählt und in Fassstärke abgefüllt: nur 1.518 Flaschen gibt es von der  Machir Bay Caskstrength Road Edition mit 59.2%.
 

Bei ihrem Tour-Aufenthalt in Gießen hatte ich Gelegenheit, mit den Söhnen des Eigentümers, James und Peter Wills, über Kilchoman zu plaudern und diese besondere Tour-Abfüllung  zu probieren. Doch der eigentliche Star des Abends war eine andere Abfüllung: der neue  Kilchoman Port Cask Matured, der in den nächsten Tagen auch in Deutschland erhältlich sein wird.

Kilchoman Port Cask  Matured.            Foto: Rainer Battefeld

Mehr als 3.500 Meilen lagen an diesem Abend bereits hinter Peter und James. Und noch fast 5.000 Meilen hatten sie vor sich auf ihrer Tour durch acht europäische Länder. Doch von Müdigkeit keine Spur. Voller Elan und mit viel Humor plauderten sie aus dem Nähkästchen und präsentierten die Schätze, die sie von ihrer Heimat-Insel Islay mitgebracht hatten: 8 verschiedene Kostproben von Kilchoman gab es für die anwesenden Gäste, die sich im Modehaus Köhler in Gießen versammelt hatten. 

Eingeladen hatte zu diesem besonderen Event Jan Eric Steinberg von VINisky in Gießen-Linden. Nur 5 Tastings, ein Barbecue und 4 Promotion-Events waren für Deutschland vorgesehen - nicht gerade viel, wenn man bedenkt, wie viele Freunde Kilchoman in ganzen Land hat. Um so mehr hat mich natürlich gefreut, dass ich durch das Engagement von Jan in Gießen einen Veranstaltungsort ganz in meiner Nähe hatte. Und mit über 90 Teilnehmern war das Tasting auch bis auf den letzten Platz ausverkauft. 

James, Jan (VINisky), Corinna (Alba Import), Peter.      Foto: Rainer Battefeld

Die Erwartungen der Gäste wurden nicht enttäuscht. Peter und James verstehen sich als Markenbotschafter von Kilchoman, und mit großer Begeisterung haben sie an diesem Abend ihre Brennerei und ihren Whisky vorgestellt und einen ganz persönlichen Blickwinkel auf Islays  kleinste und jüngste Brennerei gewährt. 

Die Entscheidung ihres Vaters zu Beginn des neuen Jahrtausends, eine neue Brennerei auf Islay zu gründen, hat das Leben der Familie nachhaltig verändert. Vor allem die Anfangsjahre waren alles andere als einfach. 2005 wurde der erste New Make gebrannt, doch schon 2006 gab es einen herben Rückschlag: als Vater Anthony einem Rugby-Spiel zu viel Aufmerksamkeit schenkte,  brach in der Befeuerungsanlage der Mälzböden ein Feuer aus, und für den Rest des Jahres konnte kein eigenes Malz mehr produziert werden. 

Heute können die Söhne diese Geschichte mit einem Zwinkern in den Augen erzählen. Längst sind die wirklich harten Jahre vorbei, die Brennerei ist bereits im fünften Jahr in Folge in den schwarzen Zahlen, und die Produktion wird ständig erweitert. Die Nachfrage nach Whisky von Kilchoman ist groß, bereits im vergangenen Jahr wurde eine neue Lagerhalle mit einem Fassungsvermögen von 9.000 Fässern errichtet.

Foto: Rainer Battefeld


Und obwohl der Whisky von Kilchoman noch relativ jung ist, überrascht er immer wieder durch die Wucht und Fülle der Aromen, die er in nur wenigen Jahren aufbaut. Grundvoraussetzung dafür sind, wie mir Peter erklärt, einerseits die spezielle Art des New Make, und andererseits hochwertige First- und Second-fill-Fässer, die zum großen Teil aus der amerikanischen Buffalo Trace Brennerei stammen. 

Es war gewiss keine schlechte Entscheidung von Vater Anthony, sich in der Anfangsphase von Dr. Jim Swan bei der Planung seiner Brennerei beraten zu lassen. Denn Dr. Swan gilt als einer der besten Whisky-Experten des Landes. Lange Fermentationszeiten von 90-100 Stunden, kleine Brennblasen sowie ein hoher Kupferkontakt führen dazu, dass der New Make von Kilchoman sehr mild, süß, leicht, citrusfrisch und fruchtig ist und vor allem sehr schnell reift. 

Als besondere Überraschung und zum Einstieg hatten James und Peter Wills dann auch für die Gäste in Gießen eine Probe des New Make mitgebracht, der mit einem Rauchgehalt von 50 ppm und 63.5% Alkohol die richtige Islay-Stimmung verbreitete. Mich hat überrascht, wie mild und süffig bereits der New Make von Kilchoman ist, er lässt sich super trinken, fast wie ein rauchiger Gersten-Schnaps.

foto: Rainer Battefeld

Zur Standard-Range von Kilchoman gehören mittlerweile drei verschiedene Abfüllungen, und für die Gäste gab es an diesem Abend zunächst auch je ein Sample davon. Nur für "100% Islay" wird das Malz in den Mälzanlagen von  Kilchoman produziert  (20-25 ppm),  für alle anderen Abfüllungen wird das Malz mit einen Phenolgehalt von etwa 50ppm aus Port Ellen bezogen. "Machir Bay" reift überwiegend in Ex-Bourbon-Fässern der amerikanischen Buffalo Trace Brennerei, während für "Loch Gorm" ehemalige Sherry-Fässer verwendet werden. Die Unterschiede waren dann auch im Geschmack deutlich zu erkennen. 

"Celtic Tree".               Foto: Rainer Battefeld
Doch die Jungs hatten noch ein paar Überraschungen im Reisegepäck: nach der Pause, in der die Musikgruppe "Celtic Tree" für die richtige Stimmung sorgte, kamen dann die "Knaller" des Abends: Machir Bay in Fassstärke, zwei Einzelfass-Proben und als glänzender Abschluss dann der neue Kilchoman Port Cask Matured. Schwer zu sagen, welcher mir von den letzten vier am besten geschmeckt hat, sie waren alle eine Wucht. Hier meine Tasting -Notes vom Abend:

Schneeweißchen und Rosenrot        Foto: Rainer Battefeld

Machir Bay, Fassstärke, 59.2%, 1.518 Flaschen.


Typisch Machir Bay. Nur viel stärker. Viel Torf, viel Rauch, Zitrusfrüchte. Für viele der Beste des Abends. Sehr limitierte Auflage. Nur 6 Fässer wurden abgefüllt.


Foto: Rainer Battefeld


Cask Sample, first-fill Sherry-Fass, Fassstärke, 5 Jahre, nur in der Brennerei erhältlich.


Farbe: dunkles gold

Aroma:  kalter Zigarren-Rauch, leicht und etwas süßlich, starke Sherry-Noten, frisch, süß, würzig, dicke Rosinen, Anis, Karamell, Meeresbrise, 

Geschmack: angenehm rauchig, leicht trocken, nur wenig Tannine, Milchschokolade, Tabak. 

Nachklang: mittellang, rutscht warm die Kehle hinunter.

Fazit: Traumhaft. Allein dafür lohnt es sich, nach Islay zu reisen.


Foto: Rainer Battefeld


Port Cask Matured. 3 Jahre, 56%, limitierte Abfüllung, 20 Fässer 


Die Auflage ist gering, wer ihn haben will, sollte sich beeilen. Der nächste Port Cask Matured wird erst in drei Jahren erscheinen. 

Farbe: kupferrot

Aroma: sehr fruchtig, rote Beerenfrüchte, Pflaume, Marzipan, 

Geschmack: überraschend süß, sehr sehr fruchtig, malzig, mit viel Rauch. Eine ungewöhnliche Kombination von liköriger Süße und starkem Rauch. Unglaublich vollmundig. Für mich hätte es allerdings etwas weniger Rauch sein können.

Fazit: 
eine exzentrische Kombination von Süße, Frucht und Rauch. Ein fantastischer Dessert-Whisky, der aufgrund seiner Fülle und Süße wunderbar geeignet ist als letzter Gang beim Weihnachs-Dinner.
Pressefoto



Single Cask for German Roadshow. PX Sherry Finish, 56.6%.5 Jahre.


Aroma: satt, voll, fruchtig, sherry-lastig, Pecan-Nüsse

Geschmack: ölig, nussig, cremig

Nachklang: lang, weich, tief die Kehle hinab

Fazit: Weit entfernt von Machir Bay. Aber dennoch ein Traum. Kaum zu glauben, dass ein 5 Jahre alter Whisky so wuchtig, ölig und voll schmecken kann.


Foto: Rainer Battefeld



Ein toller Abend! Ich hoffe, die Jungs kommen nächstes Jahr wieder:-))

Foto: Rainer Battefeld










Samstag, 13. September 2014

Nachreifung im "Schnellen Brüter": Mortlach 1989 Octave, Duncan Taylor, PE

Die schottische Whisky Association (SWA) wacht sehr streng darüber, was mit Schottischem Whisky erlaubt ist, und was nicht. So ist es beispielsweise nicht zulässig, Single Malt mit fremden  Aromen anzureichern. 

Das mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, doch ist die Grenze zwischen Erlaubt und Unzulässig nicht immer einfach zu ziehen. Denn ein Großteil der Aromen im Whisky entsteht durch das Holzfass, in dem das Destillat gelagert wird. 

Mit anderen Worten: Holz hat einen gewaltigen Einfluss auf den Geschmack von Whisky, und steuert strenggenommen "fremde" Aromen bei. Doch wieviel Holz ist im Whisky eigentlich erlaubt?
 

Traditionell wird schottischer Whisky in gebrauchten Fässern aus Eichenholz gelagert. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Zugabe von frischen, getoasteten Holzstücken oder Holzlatten, um den Geschmack zu verbessern, ist in Amerika erlaubt, und wird beispielsweise bei Maker's Mark 46 angewandt. In Schottland hingegen ist dies unzulässig. Die Firma Compass Box, die vor einigen Jahren bei einem ihrer Blended Malts  diese Methode anwandte, geriet in Konflikt mit der SWA und musste besagten Whisky vom Markt nehmen.

Nicht verboten ist jedoch das Umfüllen von Whisky in andere Fässer oder das Austauschen von Fassdeckeln, um dem Whisky noch einen zusätzlichen Aroma-Kick zu geben. Denn diese Methode wurde auch früher oft angewandt, wenn ein Fass undicht wurde oder die Deckel zerbrochen waren.

Die ersten Brennereien, die die Methode des Umfüllens gezielt zur Veränderung des Geschmacks einsetzten, waren vor mehr als 20 Jahren Glenmorangie und The Balvenie. Heute wird dieses Verfahren von fast allen Brennereien eingesetzt, und auch einige unabhängige Abfüller bedienen sich dieser Methode.

Fast schon Klassiker auf dem Gebiet des Wood-Finishing, also der Nachreifung in einem anderen Fass, sind neben den 12jährigen Abfüllungen von Glenmorangie auch der Auchentoshan Three Wood, die Distillers Edition bei den Classic Malts of Scotland  oder der Laphroaig Quarter Cask. 

Foto: MargareteMarie

Auch der unabhängige Abfüller Duncan Taylor hat vor einigen Jahren eine eigene Serie herausgebracht, bei der Single Malt und Grain Whiskys eine solche Nachreifung in einem zweiten Fass erhalten. Die Besonderheit hierbei: es handelt sich dabei um eine sogenannte Octave, also ein sehr  kleines Fass, das zuvor mit Sherry befüllt war.

Je kleiner das Fass, desto größer der Kontakt des Holzes mit seinem flüssigen Inhalt. Der Reifeprozess läuft folglich in einer kleinen Octave sehr viel schneller ab als in einem achtmal so großen "Sherry Butt", das etwa 500 Liter fasst.

Bei den Verbrauchern ist die Methode nicht unumstritten. Für viele Single Malt Fans stellen Wood Finishes eine zusätzliche Veredelung dar, die den Whisky deutlich aufwerten kann. Für echte Puristen hingegen bedeuten sie ein "nachträgliches" Verändern des ursprünglichen Geschmacks, eine Art "Schminke", mit der das eigentliche Produkt nur übertüncht wird.

Ein Wood-Finish ist tatsächlich nicht ganz unproblematisch, es muss zum Whisky passen und erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Und nicht immer ist das Ergebnis wirklich eine Bereicherung. Die hohe Kunst des guten Make-up will halt gelernt sein.

Eine liebe Seele aus Wien hat mir kürzlich ein Sample des Mortlach 1989 Octave zukommen lassen. Zusammen mit Peter, dem ich so manche Rarität zu verdanken habe (wie etwa den Mosstowie), habe ich ihn vor ein paar Tagen verkostet.  Wie hat uns also der alte Mortlach mit einem Finish aus dem "Schnellen Brüter" geschmeckt? Hier unsere Tasting Notes:

Foto: margaretemarie

Mortlach 1989, Duncan Taylor Octave, Fass Nr. 794088, 53.4%, Potstill Edition,  62 Flaschen.



Farbe:

sattes goldgelb

Aroma:

Schon der erste Eindruck ist zwiespältig. Einerseits wunderbare Süße und Honignoten, die jedoch durchwoben sind von dunkleren Gerüchen nach altem Schrank und Omas Speisekammer. Mal sind die hellen Düfte oben, mal die dunkleren, mal treten die jungen Aromen nach vorne, mal wirkt er abgestanden und alt. Reife Birnen, Rosinen und Vanille wechseln sich ab mit muffiger Erde, Waldpilzen, Essiggurken und Gewürzpotpourri. Es ist ein Wellengang der Aromen, wir fahren regelrecht Achterbahn. Darüber hinaus ist es ein typischer Mortlach, schwer und ölig.

Geschmack:

Die süßen Fruchtnoten sind jetzt völlig verschwunden, was bleibt, ist die dunkle Seite. Sehr ölig, würzig, eher bitter, ein bißchen Grapefruit, keine Spur mehr von einer "Birne Helene", stattdessen grüne Blätter, und die Zunge trocknet aus. Am Ende nur noch  Ohrenschmalz und alter Lappen. Schokolade schmeckt anders. Und dann, nach einer kurzen Weile, fließt der Speichel wieder, doch ein Hallelujah ist es nicht.

Nachklang:

Er bleibt dunkel auf der Zunge liegen,  in der Kehle kommt schon nichts mehr an.

MargareteMarie meint:

Der Mortlach 1989 Octave lässt uns etwas ratlos zurück. Die Aromen im Glas gleichen einer wilden Achterbahnfahrt, als könne er sich nicht entscheiden, wohin er denn nun will. Vielleicht haben sich das junge und das alte Fass auch nicht so ganz vertragen.
Die Zugabe von Wasser lässt ihn frischer und fruchtiger wirken und betont die süßere Seite, Holz und Karamell treten stärker zutage.

Auf der Zunge zeigt sich die ganze ölige Schwere des Alters, aber ehrlich gesagt, hätte er für mich etwas früher aus dem Fass gedurft.

Für Mortlach-Fans ein Muss. Für alle anderen eine interessante Option.

Punkte: 7.8 (von 10)

Donnerstag, 11. September 2014

Whisky-Blogger: Stefan Völkner (Whisky-Journal)

Whisky-Blogs gibt es viele, aber nur wenige schaffen es auf meine regelmäßige Blog-Lese-Liste. Whisky-Journal ist einer davon. 

Neben den Tasting-Notes lohnt sich hier vor allem ein Blick in die umfangreichen Datenbanken zu den verschiedenen Brennereien. Nicht nur solche wenig bekannten Destillerien wie Moffat oder Mosstowie finden sich hier verzeichnet. Auch über dänische, schwedische oder südafrikanische Brennereien gibt die Seite einen schnellen und aktuellen Überblick. 

Richtig beeindruckt bin ich aber immer wieder von der Liste seiner eigenen Sammlung. 1.022 Einträge sind derzeit zu sehen. Da kann ich nur sagen: Slainte, Stefan!
 Whisky-Blogger Stefan Völkner. Foto: margaretemarie


Montag, 8. September 2014

Small Batch, Big Business und die Suche nach der Zeit. Oder: warum wir Ardbeg so lieben.

Kaum ist die Sommerzeit vorbei, erfreuen uns die Whisky-Produzenten wieder mit besonderen Abfüllungen. 

Small Batch, Limited Release, Single Cask, Distillery Only - die Abfüllungen mit Sammel-Potential kommen schneller, als wir trinken können. 
 
Zeitlose Momente  des Glücks.     Foto: margaretemarie.
Und so taumeln wir glückselig von einer Whisky-Verkostung  zur nächsten, immer auf der Suche nach dem besonderen Schluck, nach dem ultimativen Dram. Dabei  könnte das Leben für uns doch viel gemütlicher, viel stressfreier sein.

Tasting Notes: Ardbeg Auriverdes


Ardbeg Auriverdes, 49.9%


Ardbeg Auriverdes wurde in Fässern aus amerikanischer Eiche gereift, die mit speziell angerösteten, eigens für diese Whiskykreation gefertigten Fassdeckeln ausgestattet wurden. Das Zusammenspiel dieser beiden unterschiedlichen Holztypen verleiht dem Whisky ein ganz besonderes, doppeltes Aroma-Profil.

Farbe: 

helles gold

Aroma:

Die Rauchnote ist überraschend dezent, aber Holzduft stömt unverkennbar entgegen, harmonisch verbunden mit dem Aroma von gekochtem Obst  und süßer Vanille-Soße.  Bilder entstehen im Kopf von einer alten Schreinerei an einem sonnigen Morgen im Frühsommer, die Maschinen laufen schon, die Sonne scheint, und frische Hobelspäne fliegen durch die Luft. Von draußen ziehen Duftschwaden von frisch gebackenem Stachelbeerkuchen durch das offene Fenster herein. Leichtigkeit erfasst uns, die kalten Stürme sind vorbei, es ist Frühsommer, und wir freuen uns auf die warmen Tage.

Geschmack:

Überraschend süß, überraschend mild, aber mit einem starken Antritt und sehr viel dunkler und würziger als erwartet. Die Obstaromen sind verschwunden, stattdessen finden sich Mokka, Schokolade, Holz-  und Ledernoten. Ausgewogen, rund und harmonisch.  Warm und  ölig bleibt  er lange auf der Zunge liegen. Trotz seiner 49.9% beißt er nicht im geringsten, weder in der Nase noch auf der Zunge. Ein unglaublich eleganter Ardbeg.

Nachklang:

Warm und sanft gleitet er die Kehle hinab, langsam und sehr sehr lang. Ein wunderbares Finish!



MargareteMarie meint:


Ardbeg hat in diesem Jahr gleich zwei Sonderabfüllungen herausgebracht. Supernova überrascht durch unglaublich viel Rauch. Auriverdes überrascht durch sehr wenig Rauch und Eleganz. Wer sich bisher nicht an die Torfmonster herangewagt hat, wird hier einen wunderbaren Einstieg finden. Auriverdes ist einer der mildesten, sanftesten Ardbeg, die ich kenne, aber keineswegs schwach. Trotz seiner jugendlichen Frische und Leichtigkeit ist er intensiv, vielschichtig  und sehr elegant.

Die ideale Jahreszeit, um seine Flasche zu öffnen, ist von Mai bis Juni. Der Auriverdes ist nichts für frostige Wintertage. Er schmeckt am besten an einem warmen Frühsommertag.

Punkte: 8.5 (von 10)


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Ardbeg Day 2014: Impressionen und Interview

Tasting Notes: Ardbeg Supernova kehrt zurück


Das Spiel kann beginnen: neuer Ardbeg Auriverdes vorgestellt

 http://mixology.eu/wp-content/uploads/2014/04/Ardberg2.jpg

Ardbeg Day 2014: Interview mit Bryony MacIntyre

Und hier  noch ein Video mit ganz viele Foto-Impressionen und das Interview mit Bryony MacIntyre zum neuen Ardbeg Auriverdes.


Samstag, 6. September 2014

Bourbon and Rye. Whiskey im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Über Amerikanischen Whiskey zu schreiben ist weitaus schwieriger als ihn zu trinken. Die Fallgruben, in die man als Blogger geraten kann, sind heimtückisch. 

Schuld daran sind die fantasievollen Angaben auf den Flaschenetiketten, die oft genauso wenig mit der Realität zu tun haben wie die Geschichten, die dazu erzählt werden. 
 
Roggen, Gerste, Mais.              Foto: margaretemarie

Mittwoch, 3. September 2014

Whiskygedanken: Über Jäger und Sammler

Bowmore Devil's Casks, Balvenie Tun 1401,  Ardbeg Supernova - so unterschiedlich diese Whiskys auch sein mögen, sie haben alle etwas gemeinsam: Sie lassen das Herz der Fans höher schlagen, sie sind heiß begehrt, nur schwer zu bekommen und verschwinden zum großen Teil in den Vitrinen von Whisky-Sammlern.

Sehr zum Leidwesen all jener, die sie gerne trinken würden und den Sammlern die Schuld an den astronomischen Preisen geben, die oft  für diese Abfüllungen bezahlt werden müssen. Wer in Whisky-Kreisen öffentlich zugibt, dass er eine Flasche nicht zum trinken, sondern zum Sammeln erworben hat, muss mit Zorn und Häme rechnen, wird als Kapital-Maximierer und Preis-Zerstörer beschimpft.  
 
Bekennender Sammler: Bernhard Rems.    Foto: MargareteMarie

Doch ist es wirklich so verwerflich, wenn man Whisky nicht nur trinkt, sondern auch sammelt? Bernhard Rems von den Whisky Experts wagt als Gastschreiber heute ein „Coming-out“ und bricht eine Lanze für die oft Geschmähten. 

Sonntag, 31. August 2014

Whisky-Blogger: Marcus Whiskycuse Weber

Auf meinen Entdeckungsreisen durch die wundersame weite Whiskywelt habe ich viele tolle Whiskys entdeckt. Aber vor allem habe ich viele, viele tolle Menschen kennengelernt, die meine Begeisterung für das schottische Lebenswasser teilen. 

Ein guter Freund ist mir dabei Marcus geworden, den ich sozusagen seit den Kindertagen meines Blogs kenne. Marcus ist ein echter Malt Maniac. Meine erste Begegnung mit ihm in seiner Berliner Wohnung gehört bis heute zu den Sternstunden in meinem Blogger-Dasein und zu meinen schönsten Erinnerungen.
 
Marcus Whiskycuse. Foto: margaretemarie

Freitag, 29. August 2014

Tasting Notes: Ardbeg Supernova kehrt zurück

Vor drei Jahren wurde eine kleine Ampulle mit Whisky aus der schottischen Islay-Brennerei Ardbeg ins Weltall geschossen. Am 12. September 2014 kehrt sie zur Erde zurück. 

Um dieses spacige Ereignis  würdig feiern zu können, wird Ardbeg am gleichen Tag auch eine limitierte Auflage seines besonders rauchigen Whiskys auf den Markt bringen: 

Die Supernova kehrt  zurück.
 
Foto: Pressebild