Samstag, 14. Mai 2016

Tasting Notes: Oban Little Bay

Oban ist eine der kleinsten Brennereien in Schottland, und gehört zu den ursprünglich sechs "Classic Malts of Scotland" von Diageo. Vor allem in den USA erfreut sich der Single Malt von Oban großer Beliebtheit, und im vergangenen Jahr wurde zusätzlich zum Klassiker Oban 14  eine NAS-Abfüllung auf den Markt gebracht: Oban Little Bay.  Jetzt hat Diageo die "Kleine Bucht"  nach Deutschland gebracht. 


Zum Einsatz kommen laut offiziellen Angaben zunächst drei verschiedene Fassarten, refill Hogsheads aus amerikanischer Eiche, refill ex-Bourbon-Fässer mit neuen Fassdeckeln und europäische Sherry-Fässer. Danach erhält er noch ein halbes bis dreiviertel Jahr ein Finish in kleinen, wenig aktiven Fässern. Die Produktpalette von Oban umfasst derzeit vier Varianten: neben Oban Little Bay und Oban 14 gibt es noch die Distiller's Edition sowie eine 18jährige Abfüllung, die offiziell nur in den USA erhältlich ist. 2013 wurde eine 21 Jahre alte Abfüllung als Teil der jährlichen "Special Release" herausgebracht.

Meine Tasting Notes:

Oban Little Bay, 43%, gefärbt

Neues bei Diageo. Interview mit Thomas Plaue, Master of Whisky

Gleich drei neue Abfüllungen hat Diageo in diesem Frühjahr auf den Markt gebracht, und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Oban Little Bay gehört ins Lager der viel geschmähten NAS-Whiskys,  Lagavulin 8 trägt ein überraschend junges Alter und mit Johnnie Walker Green Label ist eine lang vermisste Blended-Malt-Abfüllung wieder zurück gekehrt. Will sich der multinationale Konzern in Zukunft von seinen Classic Malts verabschieden? In Limburg hatte ich Gelegenheit mit Thomas Plaue, Master of Whisky bei Diageo, über die neuen Abfüllungen und die Strategien des Konzern zu reden.


MM: Thomas, wodurch unterscheidet sich der neue Oban Little Bay vom Oban 14, den wir seit Jahren als Teil der Classic-Malts-Collection kennen?

Donnerstag, 12. Mai 2016

Medaillen-Regen für Bremer Spirituosen Contor

Bei den diesjährigen ISW Spirits Awards des Meininger Getränke-Fachverlages in Neustadt wurde der Masterson's 10-Year-Old Straight Rye zum  "Whisky des Jahres 2016" gewählt.  Doch das war nur einer der Gründe, warum Markting-Chef Timo Lambrecht allen Grund zum Jubeln hat: für das Bremer Spirituosen-Contor hat es diesmal beim ISW einen wahren Medaillen-Regen gegeben.



Gleich drei der Whiskys aus dem Portfolio des BSC haben "Großes Gold" gewonnen: neben dem Masterson's Rye auch Scallywag und Ledaig 10 Years Old aus der Reihe Douglas Laing's Old Particular. Weitere  Gold-Medaillen gab es unter anderem auch für Writer's Tears Cask Strenght 2015, Tomintoul Peaty Tang, Akashi Blend  und den Kirk & Sweeney Rum. Insgesamt wurden 27 Produkte des BSC mit Medaillen prämiert und das BSC wurde als Importeur des Jahres ausgezeichnet. Da hat wohl jemand ein besonders glückliches Händchen bei der Zusammenstellung seines Portfolios gehabt! MargareteMarie gratuliert recht herzlich!

Weitere Infos gibt es auf der Website des ISW und in der Pressemitteilung des BSC:

Sonntag, 1. Mai 2016

Interview: Jason Stubbs, Barr an Uisce Irish Whiskey

Irischer Whiskey erlebt derzeit eine fantastische Renaissance. Der jüngste Neuzugang in diesem Segment heißt Barr an Uisce und wurde in Limburg erstmals einem internationalen Publikum vorgestellt. Jason Stubbs, Mit-Eigentürmer der Marke, war dazu eigens von der grünen Insel angereist und hatte die Sharing Angels zu einem kleinen, privaten Tasting am Stand von Irish-Whiskey geladen. In einem Gespräch hat er mir mehr über die Hintergründe seiner Marke verraten - und am Ende für eine wunderbare Überraschung gesorgt.

Jason Stubbs (links), Barr an Uisce. foto: margaretemarie

MM: Jason,  eure Firma besitzt einen Whiskey, aber keine eigene Brennerei. Habt ihr vor, eine zu bauen?

JS: Das ist eine gute Frage. Wir haben vor, ein Fasslager aufzubauen. Für eine Brennerei braucht man eine beachtliche Kapitalmenge. Wir wollen das nicht ausschließen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht unsere oberste Priorität.

MM: Dann lass uns über den Whiskey reden, den du neu auf den Markt gebracht hast.


Freitag, 22. April 2016

Unabhängige Abfüller: Whisky Warehouse No 8

Die Ursprünge von Whisky Warehouse No 8 reichen weit zurück, denn Firmenchef Thomas Klink ist ein Urgestein der deutschen Whisky-Szene. Seit 2007 bringt er unter dem Begriff der Warehouse Collection erstklassige Einzelfassabfüllungen aus den verschiedensten schottischen Regionen auf den Markt. Vor einiger Zeit hatte ich Gelegenheit, mit dem sympathischen Hanseaten ein längeres  Interview zu führen. Und trotz der Vorurteile, dass Norddeutsche wortkarg seien, erwies sich Thomas als durchaus gesprächig.




Mittwoch, 20. April 2016

Vorschau Whisky-Fair Limburg: Neuheiten und Highlights

Am kommenden Wochenende findet in Limburg zum 15. Mal die Whisky-Fair statt. Neben den Großen der Branche geben sich hier vor allem viele kleine, unabhängige Abfüller ein Stelldichein. Wer den besonderen Tropfen sucht, wird in Limburg fündig werden. Das Angebot ist riesig, und wie immer warten auch viele Highlights und Neu-Erscheinungen auf den Besucher. An welchem Stand sollte man unbedingt gewesen sein? Hier meine 10 Top Tips für dieses Jahr:



1. Sansibar

Obwohl Sansibar-Whisky bereits seit einigen Jahren am Markt ist, gilt die Firma noch immer als Geheimtipp für die Fans von altem Whisky, der zum Trinken gedacht ist. Dieser unabhängige Abfüller beliefert nicht nur das gleichnamige Restaurant auf der Insel Sylt, sondern auch den asiatischen Markt. In Zusammenarbeit mit seinem taiwanesischen Importeur hat Sansibar-Whisky die Reihe „Samurai Label“ ins Leben gerufen. Diese Serien-Abfüllungen werden in Hongkong und Taiwan verkauft, sind aber auch in Deutschland erhältlich. Leider sind sie in der Regel immer schnell vergriffen. In Limburg werden das neue Batch 4 der Samurai-Serie sowie die neuen Abfüllungen der Sansibar-Range erstmals in Deutschland präsentiert:

Dienstag, 19. April 2016

Single Cask Seasons 2016 Spring, Bunnahabhain, April 2004 - März 2016, 49.7%, Signatory Vintage, selected by Kirsch Whisky Import

Single Cask Seasons ist eine Reihe des unabhängigen Abfüllers Signatory Vintage, die er viermal jährlich zusammen mit dem deutschen Whisky-Importeur Kirsch aus Bremen herausbringt.  Ziel der Serie ist es, einen Whisky zu finden, der die Jahreszeit widerspiegelt. Für den Frühling 2016 wurde ein fast zwölf Jahre alter Bunnahabhain aus einem First Fill Sherry Fass gewählt. Ende nächster Woche wird die neue Abfüllung erscheinen. Ob der wirklich zur Jahreszeit passt?





Single Cask Seasons 2016 Spring, Bunnahabhain, April 2004/März 2016, Fass Nr. 800195, First Fill Sherry Butt, 49.7%, Signatory Vintage, selected by Kirsch Whisky Import


Aroma:

Der erste Eindruck gefällt direkt. Karamell. Süßer Traubenzucker. Cranberries, Feigen,

Sonntag, 17. April 2016

Tasting Notes Blair Athol, 2006-2016, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, 46%

Blair Athol gehört zu den schönsten Brennereien in Schottland und zieht jährlich über 35.000 Besucher an. Der Whisky von Blair Athol findet vor allem im Blended Whisky von "Bell's" Verwendung. Offizielle Abfüllungen von Blair Athol gibt es nicht, als Originalabfüllung gilt der 12 Jahre alte Whisky der Fauna und Flora Serie. Der vorliegende Blair Athol von Gordon & MacPhail reifte in einem refill Sherry Cask.


Tasting Notes:

Blair Athol, 2006-2015,  Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, (refill) Sherry Cask

Aroma:

Malzig und sehr sherry-betont, mit einer ganz leichten Schwefel-Note, die jedoch nicht unangenehm hervorsticht, sondern eher für eine kräftige Würzigkeit sorgt. Darunter verbergen sich dezente Fruchtaromen wie Mandarinen, aber auch saurer Apfel und Zitronen, gepaart mit eher grasigen Noten und etwas Honig.

Geschmack:

Sehr ölig, würzig, und weinig. Sehr harmonisch. Auch hier dominiert der Sherry-Eindruck, ergänzt von Zündholz, Milchschokolade, und Rumrosinen. Trocken.

Nachklang: 

mittellang

MargareteMarie meint:

Dieser Blair Athol hat eine wunderbare Struktur, und fließt schwer und ölig ins Glas. Die Sherry-Note steht eindeutig im Vordergrund, ein Früchtebouquet sollte man nicht erwarten. Vielmehr ergänzen sich die öligen, weinigen und würzigen Noten zu einem sehr ausgewogenen Ganzen.


In einem Satz: für Freunde des gepflegten Sherry-Genuss


Samstag, 16. April 2016

Tasting Notes: Teerenpeli Kaski, Single Malt Whisky, Sherry Cask, Finland, 43%

Die Teerenpeli Distillery im finnischen Lahti wurde 2002 gegründet. Die erste Abfüllung kam bereits 2005 auf den Markt und wurde vor allem im Restaurant der Besitzer verkauft, wo sich die Brennerei befindet. Inzwischen gibt es auch eine 10jährige Abfüllung. 2012 kam unter dem Namen "Kaski" eine Sherryfass-gereifte Abfüllung auf den Markt, gefolgt von "Hosa" (gereift in Islay-Fässern), und  "Rasi", einer Variante mit Moskatel-Finish. Neu in diesem Jahr sind "Karhi" (Madeira-Finish) und "Aura" (Porter Bierfass).




Tasting Notes: 

Teerenpeli Kaski, Distiller's Choice, Single Malt Whisky, 100 % Sherry Cask matured, NAS, Finland, 43%


Aroma:


Der eher zarte und florale Grundcharakter ist stark Sherry-dominiert. Ganz dunkel sind die Früchte

Freitag, 15. April 2016

Tasting Notes: Balblair 1996-2016, 19 Jahre, G&M

Balblair Distillery in den nördlichen Highlands ist eine der ältesten Brennereien in Schottland und war früher als sogenannter "Category A" Malt bei den Whisky-Blendern sehr beliebt. Balblair wurde größtenteils als Bulk Whisky verkauft, Rücklagen wurden nur sporadisch gebildet. Doch in jüngerer Vergangenheit hat man begonnen, den Verkauf an Fremdanbieter zu reduzieren, um systematisch seine Bestände in den Lagerhäusern aufzubauen. Seither ist Balblair bei unabhängigen Abfüllern eher selten geworden. Die vorliegende Abfüllung von Gordon & MacPhail ist eine Einzelfassabfüllung exklusiv für den deutschen Markt. 

 


Balblair 1996-2016, 19 Jahre, exclusively bottled for Germany, 45.4%, Cask No. 415, refill Ex-Bourbon Cask, Fass-Nr. 415, 153 Flaschen, ungefärbt