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Es werden Posts vom März, 2014 angezeigt.

Discover the Taste: Gespräch mit Thomas Plaue, Diageo

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Keinem anderen Konzern gehören so viele Brennereien in Schottland wie Diageo. Und kein anderer Konzern kann die Gemüter so erhitzen wie der multinationale Getränkeriese mit Sitz in London. 

2012 hat Diageo ein Investitions-Programm für seine schottischen Destillerien im Umfang von einer  Milliarde Pfund angekündigt und auch schon in Teilen umgesetzt. Bei den World Whisky Awards vergangene Woche wurde Diageo darauf hin zum Distiller des Jahres 2014 gewählt.

Thomas Plaue, Master of Whisky bei Diageo, kennt die Firma und ihre Whiskys so gut wie nur wenige in Deutschland. Vor kurzem hatte ich Gelegenheit, mich mit Thomas über seine Arbeit und die Brennereien von Diageo zu unterhalten. 

Das Spiel kann beginnen: neuer Ardbeg Auriverdes wird am Ardbeg Day vorgestellt

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Für die Fans von Ardbeg wird es Zeit, die Fußballschuhe zu polieren: am 31. Mai, pünktlich zum Ardbeg Day, wird die diesjährige Sonderabfüllung der Brennerei präsentiert. Und in diesem Jahr werden die Feierlichkeiten rund um den Globus ganz im Zeichen der Fussballweltmeisterschaft stehen.

Geschmacklich soll der Auriverdes, wie die neue Abfüllung heißt,  vor allem durch seine Mokka-Noten bestechen: gereift ist Auriverdes in Fässern aus amerikanischer Eiche,  deren Deckel speziell angeröstet wurden. Durch dieses besondere  Verfahren werden vor allem die Mokka-Aromen betont, während die Fasskörper vor allem für die cremigen Vanille-Noten sorgen. 


Teeling: Ältester Irischer Whiskey

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Die Teeling Whiskey Company hat in diesen Tagen gleich doppelten Grund zur Freude. Nachdem am vergangenen Wochenende der Teeling Single Grain bei den World Whisky Awards als bester Grain des Jahres ausgezeichnet wurde, kann die Gesellschaft in dieser Woche die Markteinführung von zwei weiteren Abfüllungen bekanntgeben. Wie thespiritsbusiness.com in einer Pressemeldung mitteilt, soll noch in den nächsten Tagen ein 26 Jahre und ein 30 Jahre alter Irischer Single Malt erscheinen. 



Michael Heads Distillery Manager of the Year

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In wenigen Wochen ist es wieder so weit. Der Ardbeg Day steht bald bevor, der Termin wird in diesem Jahr der 31. Mai sein.  Grund zum Jubeln  hat die Brennerei  jetzt schon: Michael "Mickey" Heads, langjähriger Distillery Manager bei Ardbeg, wurde bei der Verleihung der World Whisky Awards 2014 in London zum Distillery Manager des Jahres gewählt.

Wie der Pressemeldung zu entnehmen ist, ehrt die Jury mit dieser Auszeichnung den langjährigen Einsatz des Managers für die Brennerei  und die hohe Qualität der Whiskys von Ardbeg. Michael Heads ist ein echtes Urgestein der Whisky-Industrie. Mehr als dreißig Jahre ist er bereits in dieser Branche tätig, den größten Teil dieser Zeit hat er auf der schottischen Whisky-Insel Islay verbracht.

Tasting-Notes: Teeling Single Grain/ Teeling Small Batch Blended Whiskey/ Teeling Vintage Reserve Silver 21 years/ Teeling Gold 26 years

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Teeling: der große Ire mit dem kleinen Geheimnis

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Jedes Jahr werden die World Whisky Awards mit Spannung erwartet, denn eine Auszeichnung mit diesem begehrten Preis bedeutet unweigerlich auch einen enormen Prestige-Gewinn. 

In der Kategorie des besten Single Grain gewann diesmal ein irischer Whiskey, der Teeling Single Grain. 

Wer jedoch in  Irland nach der Brennerei Teeling Ausschau hält, kann lange suchen: es gibt sie nicht. Zumindest noch nicht. Weshalb der Teeling Whiskey derzeit aus einer ganz anderen Brennerei stammt. Doch die wird offiziell nicht genannt.

Vor ein paar Wochen konnte ich  Teeling Single Grain  zusammen mit drei anderen Teelings während eines Tastings probieren. Und einen kurzen Blick hinter die Kulissen werfen.


Tea, Toast 'n' Whisky

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Die meisten Leute, die ich kenne, trinken ihren Whisky am liebsten abends, auf der Couch, vor dem Kamin, als Betthupferl. Natürlich pur. Und am allerliebsten ein  Sherry-Monster: schwer, würzig, dunkel. Zu dieser späten Tageszeit passt das meist am besten. Vielleicht gibt es sogar noch ein Stückchen Schokolade dazu.

Doch es geht auch anders. Zum Beispiel zu  einem High Tea and Toast um five bei der Nachbarin. Sherry-Monster wären hier eher fehl am Platz. Zu Scones, Tartes und Lemon Curd passen am besten gelbe Früchte und Vanille-Pudding. Oder ein Whisky aus dem ehemaligen Bourbon-Fass.


News Box: Bladnoch, Glenglassaugh Torfa, Word Whisky Awards

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Bladnoch: ungewisse Zukunft
Überraschende Nachrichten gab es diese Woche aus den Lowlands: die Brennerei Bladnoch soll verkauft werden. Bladnoch ist eine der wenigen schottischen Brennereien, die derzeit noch familiengeführt sind. 1994 hatte Raymond Armstrong die Anlage, zu der auch 11 Lagerhäuser gehören, von Diageo übernommen. Whisky wurde jedoch nur von 2000-2009 produziert, die Lagerhallen wurden überwiegend an andere Brennereien vermietet. Geschätzte 50.000 Fässer aus den verschiedensten Destillerien lagern derzeit nach offiziellen Angaben auf dem Gelände von Bladnoch.

Neuerscheinung: The Lost Distillery Company, Gerston

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Auch wenn die Erkenntnis schmerzt: viele großartige schottische Whiskys sind für immer verloren. Genau so wie die Brennereien, die sie einstmals herstellten. 

Die Lost Distillery Company (LDC) will zumindest die Erinnerung an diese verloren gegangenen Zeugnisse schottischer Destillierkunst bewahren und hat eine Reihe von  Blended Whiskys geschaffen, in denen sich der Geist der alten, verschwundenen  Brennereien  widerspiegeln soll. 

Nach Stratheden und Auchnagie ist jetzt das dritte Kapitel dieses trinkbaren Geschichtsbuches auf dem Markt. Gewidmet ist es der ehemaligen Gerston Distillery. Schon die Aufmachung für diesen Blended Malt gefällt mir, eine mattschwarze Flasche mit  pastell-farbenen Etikett, das wirkt geschmackvoll und ist eine geschickte Mischung aus klassisch und modern. Doch das eigentlich Faszinierende an den Whiskys der LDC ist die Geschichte, die dahinter steckt.

Lost Distillery Company: Hätte, könnte, wäre. Whisky im Konjunktiv.

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Wenn von den "Lost distilleries" die Rede ist, kommen uns meistens Brora, Rosebank oder Port Ellen in den Sinn, deren Whisky immer noch erhältlich ist, wenn auch zu hohen Preisen. 

Es gibt jedoch dutzende von verschwundenen Brennereien in Schottland, deren Whisky unwiderruflich verloren schien - bis jetzt. 


Die "Lost Distillery Company" will diese verschwundenen und vergessenen Schätze der Vergangenheit wiederbeleben. Doch kann man Vergangenes neu erschaffen?  In München habe ich mit Sales Manager Andrew Hogan über das ambitionierte Projekt der Lost Distillery Company  gesprochen.

Tasting Notes: Scallywag Blended Malt, Douglas Laing, nicht kühlgefiltert, 46%

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Seit November 2013 gibt es einen neuen Blended Malt aus dem Hause Douglas Laing, der genau wie "Big Peat" das Zeug zu einem Kult-für-jeden-Tag-Whisky hat: "Scallywag". 

Über die Entstehungsgeschichte hatte ich bereits berichtet: [ Vater, Tochter, Hund: Interview mit Cara Laing]. Hier meine Tasting-Notes:


Aroma:

deutlich stärker und dunkler im Aroma als die Farbe auf den ersten Blick vermuten lässt. Die Sherry-Note kommt anfänglich sehr stark zum Tragen, kräftig, würzig, mehr Brot als Kuchen, malzig, und eine feine Honignote. Man sollte  Geduld aufbringen mit diesem kleinen Strolch, denn nach einer langen Weile wird der  Scallywag zutraulicher, Aromen von Vanillecreme  und  frischem Apfelkuchen blitzen jetzt durch.

Palate:

rund, samtig, aber dank der 46 % bietet er auch einen kräftigen Antritt. Kein Butter, leicht ölig. An Schokolade erinnert er mich weniger, eher an Tabak und Leder. Dennoch steckt kein Monster in der Flasche, er ist trotz der relativen Stärke umgä…

Vater, Tochter, Hund: Interview mit Cara Laing

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Vor einem Jahr haben die Brüder Fred und Steward Laing die Whisky-Welt mit der Ankündigung überrascht, dass sie in Zukunft geschäftlich getrennte Wege gehen werden. 

Seither ist Cara Laing, die Tochter von Fred Laing, zuständig für Marketing und Marken-Entwicklung bei Douglas Laing. Bekannt ist der unabhängige Abfüller und Whiskyblender bei uns vor allem für die Marken "Big Peat" und "Old Particular".

Auf der Finest Spirit in München habe ich mit ihr über das erste gemeinsame Projekt von Vater und Tochter gesprochen und auch erfahren, welcher Whisky ihr Hochzeits-Dram wurde...

Tasting Notes: James E. Pepper 1776 Rye

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James E. Pepper 1776 Straight Rye Whiskey, 50 %vol. (100 Proof), nicht kühlgefiltert, Roggenanteil über 90%,

Ob der Whisky tatsächlich schmeckt wie in den Tagen der Revolution, ist wohl eher eine Frage des Glaubens. Ich finde ihn sehr modern und zeitgemäß. Hier meine Tasting-Notes:

Farbe:
sattes dunkelgold

Aroma: 
Deutliche Gurken- und Dillaromen zu Beginn, dann folgen süße Honignoten, Uhu, Citrus, und schwerer Blütenduft, die Vanille-und Eiche-Noten bleiben fast verdeckt im Hintergrund, am Ende kommen kräftige Brotaromen dazu.

Geschmack:
kräftig, vollmundig, mit Gewürzen und dunkler Schokolade,

Nachklang:
langanhaltend, ganz leichte Trockenheit

Mein Tipp:
Sehr schöner Rye mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein paar Tropfen Wasser tun ihm gut, sie nehmen die Schärfe. Es gibt auch noch eine 15jährige Variante, die deutlich teurer ist.

Ähnliche Artikel:
Hintergrundbericht: James E. Pepper 1776 Straight Rye

Legende und Wirklichkeit: James E. Pepper 1776 Straight Rye Whiskey

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Am 4. Juli 1776 unterzeichnen die Abgeordneten von 13  englischen Kolonien in Amerika die Unabhängigkeitserklärung und gründen einen neuen Staat. Mit Whiskey hat das nichts zu tun. Oder doch? James E. Pepper 1776 ist der Name einer interessanten Neuerscheinung auf dem Whisky-Markt, bei der Fakt und Fiktion dicht beisammen liegen.

Tasting Notes: Glenfarclas 2000/2013 cask strength

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Schon 1968 brachte die Speyside-Destillerie Glenfarclas den weltweit ersten Single Malt in Fass-Stärke heraus: Glenfarclas 105. Doch auch die Vintage-Abfüllungen in Fass-Stärke sind beachtenswert. Auf der Nürnberger Whiksy-Messe "The Village" hat Sales Director und Firmenerbe George Grant auch einen neuen Vintage 2000 präsentiert. Dabei hat  dieses Jahr für ihn eine ganz besondere Bedeutung: Im Jahr 2000 ist er offiziell in die Firma eingetreten.


Glenfarclas 2000/2013, 13 Jahre, Oloroso Sherry Cask, first und second fill, Fass-Stärke, 58,5% vol., kein Farbzusatz, limitiert.
Aroma: Intensive Sherrynoten, dazu die aromatische Süße von braunem Zucker und ganz viel Toffifee, frisches Eichenholz, buttrig, cremig, üppig, Sultaninen, Mandarinen, Nuss, ein Hauch Schwefel
Geschmack: Sehr ölig, dunkel, holzig, nussig, trocken, rassig. Trotz seines hohen Volumengehalts schmeckt er mir ohne Wasser deutlich besser.
Nachklang: trocken, mittellang
Mein Tipp: Sehr schöner Vintage. Für seine …

Im Gespräch mit: George Grant, Glenfarclas

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Seit mehr als 150 Jahren und seit 6 Generationen befindet sich die Brennerei Glenfarclas bereits im Besitz der Familie Grant. 
1885 haben John Grant und sein Sohn George die Brennerei gekauft. Seither werden die Söhne der Familie immer John oder George genannt.
Seit 2007 gibt es auch eine "Family-Cask"-Serie, die Einzelfass-Abfüllungen in Fassstärke aus jedem Jahr von 1952 bis 1999 umfasst, und jedes Jahr kommt eine weitere hinzu. 
MargareteMarie sprach bei seinem Besuch in Nürnberg mit dem Sales Director und Erben dieser traditionsreichen Brennerei in der Speyside.

Julia Nourney: Powerfrau und Whisky-Expertin

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Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Julia Nourney mit Whisky und anderen Spirituosen. Ihr Tätigkeitsbereich geht mittlerweile weit über unsere Landesgrenzen hinaus, als Fachautorin, Beraterin und Jurorin hat sie sich  auch international eine Spitzenposition erarbeitet. Nur wenigen Frauen ist das bisher gelungen.
Auf der Nürnberger Whiskymesse hat sie  spontan und exklusiv für "whiskyundfrauen"  den neuen Balvenie 14 Caribbean Cask verkostet.

Auf Schlemmertour im Whisky-Village

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Das Nürnberger Whisky-Dorf gehört zu den Frischlingen in der Manege der Whisky-Messen. Erst im vergangenen Jahr hat "The Village" seine Türen zum ersten Mal für Whisky-Aficionados geöffnet. Und sich aus dem Stand heraus zu einem der wichtigsten Termine im Whisky-Kalender entwickelt. Auch in diesem Jahr war die Messe ein Publikumsmagnet.