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Es werden Posts vom September, 2014 angezeigt.

Die Wucht im Glas: Kilchoman European Road Tour

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Etwa 5.500 Fässer lagern derzeit bei Kilchoman, der kleinsten Brennerei auf der schottischen Insel Islay. Sechs davon wurden anlässlich der Kilchoman European Road Tour für eine streng limitierte Sonder-Edition ausgewählt und in Fassstärke abgefüllt: nur 1.518 Flaschen gibt es von der  Machir Bay Caskstrength Road Edition mit 59.2%.
Bei ihrem Tour-Aufenthalt in Gießen hatte ich Gelegenheit, mit den Söhnen des Eigentümers, James und Peter Wills, über Kilchoman zu plaudern und diese besondere Tour-Abfüllung  zu probieren. Doch der eigentliche Star des Abends war eine andere Abfüllung: der neue  Kilchoman Port Cask Matured, der in den nächsten Tagen auch in Deutschland erhältlich sein wird.


Nachreifung im "Schnellen Brüter": Mortlach 1989 Octave, Duncan Taylor, PE

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Die schottische Whisky Association (SWA) wacht sehr streng darüber, was mit Schottischem Whisky erlaubt ist, und was nicht. So ist es beispielsweise nicht zulässig, Single Malt mit fremden  Aromen anzureichern. 

Das mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, doch ist die Grenze zwischen Erlaubt und Unzulässig nicht immer einfach zu ziehen. Denn ein Großteil der Aromen im Whisky entsteht durch das Holzfass, in dem das Destillat gelagert wird. 

Mit anderen Worten: Holz hat einen gewaltigen Einfluss auf den Geschmack von Whisky, und steuert strenggenommen "fremde" Aromen bei. Doch wieviel Holz ist im Whisky eigentlich erlaubt?

Whisky-Blogger: Stefan Völkner (Whisky-Journal)

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Whisky-Blogs gibt es viele, aber nur wenige schaffen es auf meine regelmäßige Blog-Lese-Liste. Whisky-Journal ist einer davon. 

Neben den Tasting-Notes lohnt sich hier vor allem ein Blick in die umfangreichen Datenbanken zu den verschiedenen Brennereien. Nicht nur solche wenig bekannten Destillerien wie Moffat oder Mosstowie finden sich hier verzeichnet. Auch über dänische, schwedische oder südafrikanische Brennereien gibt die Seite einen schnellen und aktuellen Überblick. 

Richtig beeindruckt bin ich aber immer wieder von der Liste seiner eigenen Sammlung. 1.022 Einträge sind derzeit zu sehen. Da kann ich nur sagen: Slainte, Stefan!

Small Batch, Big Business und die Suche nach der Zeit. Oder: warum wir Ardbeg so lieben.

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Kaum ist die Sommerzeit vorbei, erfreuen uns die Whisky-Produzenten wieder mit besonderen Abfüllungen. 

Small Batch, Limited Release, Single Cask, Distillery Only - die Abfüllungen mit Sammel-Potential kommen schneller, als wir trinken können. Und so taumeln wir glückselig von einer Whisky-Verkostung  zur nächsten, immer auf der Suche nach dem besonderen Schluck, nach dem ultimativen Dram. Dabei  könnte das Leben für uns doch viel gemütlicher, viel stressfreier sein.

Tasting Notes: Ardbeg Auriverdes

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Ardbeg Auriverdes, 49.9%
Ardbeg Auriverdes wurde in Fässern aus amerikanischer Eiche gereift, die mit speziell angerösteten, eigens für diese Whiskykreation gefertigten Fassdeckeln ausgestattet wurden. Das Zusammenspiel dieser beiden unterschiedlichen Holztypen verleiht dem Whisky ein ganz besonderes, doppeltes Aroma-Profil.

Farbe: 

helles gold

Aroma:

Die Rauchnote ist überraschend dezent, aber Holzduft stömt unverkennbar entgegen, harmonisch verbunden mit dem Aroma von gekochtem Obst  und süßer Vanille-Soße.  Bilder entstehen im Kopf von einer alten Schreinerei an einem sonnigen Morgen im Frühsommer, die Maschinen laufen schon, die Sonne scheint, und frische Hobelspäne fliegen durch die Luft. Von draußen ziehen Duftschwaden von frisch gebackenem Stachelbeerkuchen durch das offene Fenster herein. Leichtigkeit erfasst uns, die kalten Stürme sind vorbei, es ist Frühsommer, und wir freuen uns auf die warmen Tage.

Geschmack:

Überraschend süß, überraschend mild, aber mit einem stark…

Ardbeg Day 2014: Interview mit Bryony MacIntyre

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Und hier  noch ein Video mit ganz viele Foto-Impressionen und das Interview mit Bryony MacIntyre zum neuen Ardbeg Auriverdes.


Bourbon and Rye. Whiskey im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

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Über Amerikanischen Whiskey zu schreiben ist weitaus schwieriger als ihn zu trinken. Die Fallgruben, in die man als Blogger geraten kann, sind heimtückisch. 

Schuld daran sind die fantasievollen Angaben auf den Flaschenetiketten, die oft genauso wenig mit der Realität zu tun haben wie die Geschichten, die dazu erzählt werden. 

Whiskygedanken: Über Jäger und Sammler

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Bowmore Devil's Casks, Balvenie Tun 1401,  Ardbeg Supernova - so unterschiedlich diese Whiskys auch sein mögen, sie haben alle etwas gemeinsam: Sie lassen das Herz der Fans höher schlagen, sie sind heiß begehrt, nur schwer zu bekommen und verschwinden zum großen Teil in den Vitrinen von Whisky-Sammlern.

Sehr zum Leidwesen all jener, die sie gerne trinken würden und den Sammlern die Schuld an den astronomischen Preisen geben, die oft  für diese Abfüllungen bezahlt werden müssen. Wer in Whisky-Kreisen öffentlich zugibt, dass er eine Flasche nicht zum trinken, sondern zum Sammeln erworben hat, muss mit Zorn und Häme rechnen, wird als Kapital-Maximierer und Preis-Zerstörer beschimpft.  
Doch ist es wirklich so verwerflich, wenn man Whisky nicht nur trinkt, sondern auch sammelt? Bernhard Rems von den Whisky Experts wagt als Gastschreiber heute ein „Coming-out“ und bricht eine Lanze für die oft Geschmähten.